Von allen Bestimmungsgrößen zur Ermittlung von Heizkosten ist allein das Wetter nicht zu beeinflussen. Maßnahmen, den Brennstoffverbrauch zu senken, betreffen in aller Regel das Gebäude und die Anlagentechnik. Natürlich spielen auch die eigenen Ansprüche und die Bereitschaft zur Werterhaltung der eingesetzten Technik eine große Rolle.
Wirklich Spürbares zu erreichen erfordert eine klare Entscheidung für die effektivsten Maßnahmen. Sieht man nur das Haus, so sind Wärmeverluste über die Fenster und Außenwände am wichtigsten. Sie machen zusammen fast Dreiviertel der Gebäudeverluste aus.Maßnahmen zur Anlagenmodernisierung wie auch zur nachträglichen Wärmedämmung kosten Geld. Um Prioritäten zu setzen, interessieren deshalb die Kostenaufwendungen im Verhältnis zum erreichbaren Nutzeneffekt. Etwas schwieriger sind entsprechende Aussagen über die Heizungsanlagen- modernisierung vorzunehmen, da es hier auf die Systemverluste ankommt. Ausdruck hierfür ist der Nutzungsgrad. Systeme mit einem Umstellbrandkessel erreichen zum Beispiel kaum mehr als 65% Nutzungsgrad. Der Brennstoffverbrauch ist in diesem Fall also 54% höher als der Gebäudewärmebedarf.
Nimmt man nun diesen Brennstoffverbrauch zum Maßstab, so zeigt sich, dass der über den Kessel verursachte Verlust die dominierende Einzelgröße ist, erst danach folgen die Verluste über Fenster und Außenwände. Es ist also naheliegend, sich zunächst mit den Anlagenverlusten zu befassen. Welche Entscheidung Sie für die Modernisierung oder den Neubau einer Heizungsanlage zu treffen haben, vorherige und intensive Planung zusammen mit Ihrem Heizungsfachmann sind unerlässlich.

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